

last update: 27.02.2006
Reitweisen in Portugal
Die Reitkunst in Portugal wurde durch mehrer grosse Reiternamen geprägt, aber auch durch den Stellenwert des berittenen Stierkampfes in der Bevölkerung und der alltäglichen Arbeit mit dem Stier im Feld.
>>> Die Klassische Reitkunst
>>> Equitaçao de Trabalho - Arbeitsreitweise
>>> Stierkampf
>>> Moderner Dressursport
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Eine der zentralen Figuren des Dressurreitens, die nicht nur das Reitkunstgeschehen in Portugal stark beinflussten, ist ganz gewiss Nuno Oliveira. Nuno Oliveira ist massgeblich für die Verbreitung der portugiesischen Reitkunst und des Lusitano in Mitteleuropa verantwortlich. Hier seine Lebensgeschichte und seine Philosphie der Reitkunst bis ins Detail zu beschreiben, wäre schwierig - vielmehr möchte der Cavalo Lusitano Switzerland hier auf die von ihm erschienen Werke hinweisen. Eine Buchreihe, die vom Olms-Verlag herausgegeben wurde und die unter verschiedenen Kapiteln wie:
- Erinnerungen eines portugiesischen Reiters
- Gedanken über die Reitkunst
- Junge Pferde - Junge Reiter
- Klassische Grundsätze der Kunst Pferde auszubilden
- Notizen zum Unterricht
- Ratschläge eines alten Reiters an junge Reiter
die Gelegenheit geben, sich in das Lebenswerk von Nuno Oliveira einzuarbeiten.
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"Ein Füllhorn anspruchsvollster,
bis ins Feindetail reichende Winke aus der Praxis für die Praxis
schenkt uns der leider schon verstorbene Meister romanischer Reitkunst
mit seinen Schriften. Es kommen dabei gerade jene Akzente zur Sprache,
die unseren nordeuropäischen Reitkulturkreis ganz wesentlich ergänzen
können, jene Schulung von Feingefühl beim Reiter, von Selbstverständlichkeit
beim Pferd, ganz ohne Abrichtung oder Automatismus. Hier paaren sich
Handwerk und Können mit Kunst und Kultur, Intuition mit Erfahrung,
verschmilzt Beharrlichkeit mit Begeisterung in jener stillen Heiterkeit,
welche wahrhafte Größe ausmacht.
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Erben dieser faszinierenden Begabung von Nuno Oliveira sind
heute noch in Portugal zu finden: João Oliveira, Luis Valença,
Guilherme Borba, Don Diogo de Bragança, Pedro Baptista Almeida etc..
- Die portugiesische Hofreitschule zu Queluz, die durch die Initiative von
Dr. Guilherme Borba, D. José de Athayde, Dr. Filipe Graciosa Francisco
Cancella de Abreu und Dr. João Costa Ferreira am 25. April 1979 gegründet
wurde, führt Heute die Tradition der Klassischen Reitweise in Portugal
weiter.
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Equitaçao de Trabalho - Arbeitsreitweise
Aus der traditionellen portugiesischen Arbeitsreitweise mit dem Stier auf dem Feld, entwickelte sich in den letzten Jahren eine populäre Wettkampfsportart, wo sich die Reiterinnen und Reiter in verschiedenen Disziplinen international messen. Die "Equitaçao de Trabalho" erinnert stark an die spanische "Doma vaquera".
Es werden verschiedene Prüfungen ausgetragen, wo es in erster Linie um Wendigkeit und Schnelligkeit, denn um extrem Korrektheit oder Präzision geht - dort liegt wohl auch der Hauptunterschied zur Klassischen Reitweise Portugals - wobei die Ansprüche an die Dressurausbildung des Pferdes ebenfall sehr hoch sind.
Es werden sowohl
- Dressurprüfungen "Prova de Ensino" in zwei Leistungsstufen
als auch
- Trailprüfungen mit Hindernissen, die sogenannte
"Prova de Maneabilidade",
- Schnelligkeitsprüfungen "Prova de Velocidade" und
- die "Prova de Condução de Vaca" - also eine Prüfung,
wo im Team ein Stier von der Herde ausgesondert wird,
ausgetragen.
Eine Auswahl von Reitern der APSL haben in den letzten Jahren diese Reitweise auch vermehrt in Mitteleuropa bekannt gemacht - insbesondere mit faszinierenden Vorstellungen an der Equitana in Essen oder an der BEA/PFERD in Bern.
Portugal ist in dieser Reitweise übrigens Weltspitze, sowohl im Team als auch in der Einzelwertung.
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| Bild: www.cavalonet.com | Bild: www.cavalonet.com |

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News/Info-Ticker: Equitação
de Trabalho: An der diesjährigen Europameisterschaft in Italien gewannen die Portugiesen in der Einzelwertung sowohl die Goldmedaille (Pedro Torres mit Oxidado) als auch die Silbermedaille (Ricardo Moura Tavares mit Osama Bin Laden) und Bronzemedaille (Rodrigo Torres mit Quo Vadis). Portugal wurde ebenfalls Europameister im Team, vor Spanien und Italien.
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