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Bekleidung / Ausrüstung 2017-09-13T16:28:18+02:00

Bekleidung / Ausrüstung

 Bekleidung – O Traje Portugues de Equitação

Die korrekte Bekleidung im Sattel gehört in Portugal zu einem perfekten Auftritt zu Pferd. Seit einigen Jahren werden an den grösseren Veranstaltungen des Landes, spezielle Prüfungen ausgeschrieben, die insbesondere die korrekte Bekleidung inkl. Ausrüstung des Pferde bewerten. Diese Prüfungen wurden ins Leben gerufen, um das Bewusstsein rund um die alten Traditionen der Bekleidung wieder vermehrt zu fördern. Hierzulande sieht man leider oft verschieden Stilmixe von Bekleidung und Ausrüstung. Ein Interesse des Verbandes ist es, die korrekte Ausrüstung zu Pferd zu fördern, insbesondere wenn es um öffentliche Präsentationen geht. Das Werk (in eng. und port.) “O Traje Portugues de Equitação – The Portuguese Riding Costume” (ISBN 972-9181-79-9) beschreibt bis ins Detail die Ausrüstung von Reiterin und Reiter über Stiefel, Weste bis zum Hut. Eine Vielfalt von Farben und Stilen ermöglicht, auch in Kombination mit dem Sattelzeug des Pferdes, eine sehr individuelle Ausrüstung.

Nebst des traditionellen Kostüms sind auch Kostüme in barocker Manier möglich, aber auch hier sollte auf eine stilvolle, unaufdringliche Bekleidung geachtet werden. Als Vorbild für barocke Kostüme dient in Portugal sicher die Bekleidung der Reiter der port. Hofreitschule. Diese ist auf der Seite http://www.cavalonet.com/epae/ (Cavaleiros) sehr schön beschrieben. Das Barockkostüm wird immer in Kombination mit Dreispitz sowie schwarzen Chaps oder Stiefeln und langen, weissen Strümpfen, die bis übers Knie reichen, getragen. Natürlich haben diese nach Mass gefertigten Einzelstücke auch ihren Preis, ein komplettes portugiesisches Kostüm kostet alles inkl. ca. 800 – 1000 Franken, ein Barockkostüm je nach Schneiderqualität noch etliches mehr.

Ausrüstung – Sattel und Zaumzeug

Portuguesa-Sattel
In Portugal kennt man in erster Linie zwei Satteltypen, die für den Stierkampfeinsatz bzw. die klassische oder traditionelle Reitweise verwendet werden: Den Portuguesa und den Relvas. Zu bemerken ist allerdings, dass heute für die Ausbildung der jungen Pferde meist ein ganz normaler englischer Dressursattel verwendet wird. Portuguesa: Hier in etwas ungewöhnlicher Kombination von blau/schwarz. Bei diesem Sattel handelt es sich allerdings nicht um eine neue Modeerscheinung, des Sattel ist ca. 15-20 Jahre alt. Im Normalfall werden aber weniger auffällige Farbkombinationen wie schwarz/beige oder braun/beige verwendet.

Relvas-Sattel
Relvas: Dieser Sattel ähnelt in seiner Form einem englischen Dressursattel, zumal bei diesem Modell noch Pauschen angebracht wurden, was eher nicht der Regel entspricht.

Beide Sättel werden in Kombination mit dem Xairel aus Fuchs-, Ziegen- oder Kuhfell und dem Schweifriemen sowie dem passenden Vorgeschirr verwendet. Als Sattelunterlage dient eine in Sattelform geschnittene Lederschabracke. Oftmals wird aber gar keine Unterlage verwendet. Achten Sie bei der Anschaffung eines Portuguesas oder Relvas genau auf die gute Verarbeitung des Leders, die Lederqualität und insbesondere auf die Form des Sitzes. Dieser ist bei einem guten Sattel anatomisch geformt und nicht flach bzw. gerade, wie bei Billigmodellen oft der Fall. Achten Sie ebenfalls auf eine gute Wirbelsäulenfreiheit und lassen Sie den Sattel bei Bedarf von einem Sattler aufpolstern, damit er korrekt auf dem Pferderücken aufliegt. Beispiel eines perfekt herausgebrachten, auf Trense gezäumten Pferdes: Mathias Weis reitet seinen Hengst Tesouro in einem Relvas, mit Vorgeschirr und Xairel, passend zum Trensenzaum, der in Portugal meist aus einem Hannoverschen Nasenband besteht. Typisch bei Zuchtschauen ist zudem der hochgebundene Schweif und die eingeflochtene Mähne.